Archiv für November 2014

RECHERCHE38 berichtet über mögliche Montagsdemonstrationen von Seiten der Rechten in Braunschweig

21. November 2014

Braunschweig: Drohen Montagsdemonstrationen von Neonazis, rechten Hooligans und „Wutbürgern“ nach Dresdner Vorbild?

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“Wutbürger 2.0″: Rechte Fußballfans und Hooligans, Neonazis, Rocker und andere Islamfeinde und Flüchtlingshasser

Etwas über 1.000 Menschen haben bereits „Gefällt mir“ auf der Seite »Braunschweig wacht auf« geklickt. Bei einem Beitrag, in dem gefragt wird, ob Interesse an montäglichen „Abendspaziergängen“ nach Dresdner Vorbild bestehe, klickten über 100 User „Gefällt mir“ und an die 30 hinterließen zustimmende Kommentare. Hier findet sich im Netz die gleiche Mischung von Sympathisanten ein, wie sie bereits in Dresden auf der Straße bei den Aktivitäten von PEGIDA anzutreffen ist: rechtsorientierte Fußballfans (die sich auf ihren Profilen als Fans von Eintracht Braunschweig zeigen, darunter z.B. auch Mitglieder des Fanclubs „Schluckspechte“) »HogeSa«-Anhänger und Neonazis, Mitglieder eines Rockerclubs und dessen Supporter und rechte Hooligans, die teilweise an den Ausschreitungen am Pfingstmontag des letzten Jahres in der Braunschweiger Innenstadt beteiligt waren. Dazwischen ein paar eher unauffälige Bürgerinnen und Bürger, von denen viele allerdings gleichzeitig zu den Anhängern der Facebookseite der »Bürgerinitiative für Sicherheit in Braunschweig« gehören, die seit einigen Wochen versucht in Kralenriede Stimmung gegen die Flüchtlinge aus der Landesaufnahmebehörde zu machen.
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Der komplette lesenswerte Artikel ist auf dem RECHERCHE38-Blog erschienen:
recherche38.info/2014/11/21/braunschweig-drohen-montagsdemonstrationen-von-neonazis-rechten-hooligans-und-wutbuergern-nach-dresdner-vorbild

SPIEGEL-ONLINE: Eintracht Braunschweig bittet Fans um Demo-Boykott

HoGeSa-Kundgebung in Hannover:
Eintracht Braunschweig bittet Fans um Demo-Boykott


HoGeSa-Demo in Köln: 4500 Hooligans und Rechtsextreme griffen Polizisten an

Die in Hannover geplante Hooligan-Demonstration gegen Salafisten darf stattfinden – sehr zur Sorge von Eintracht Braunschweig. Die Fanbetreuung bittet die Anhänger des Zweitligisten, nicht nach Hannover zu reisen.

Hannover – „Bitte fahrt nicht dorthin, bitte nehmt nicht an dieser Demo teil!“: Die Fanbetreuung von Eintracht Braunschweig ist alarmiert. In einem offenen Brief hat sie die Anhänger des Zweitligisten gebeten, der am Samstag geplante Hooligan-Demonstration gegen Salafisten in Hannover fern zu bleiben. „Damit geratet ihr zum einen in das Visier des Staatsschutzes und der Polizei. Außerdem ist das Risiko, in Straftaten verwickelt zu werden, sehr hoch“, heißt es in dem Schreiben.

Besonders interessant ist allerdings die folgende Passage, in der die Fanbeauftragen davor warnen, dass antifaschistische Gruppen „die Demo vor Ort genau beobachten, euch dem rechten Spektrum zuordnen und eure Fotos in diesem Zusammenhang in der Öffentlichkeit auftauchen“.

Offenbar ahnt der Verein, dass einige seiner Anhänger eine fragwürdige politische Gesinnung vertreten – und ist besorgt um seine Außenwirkung. Denn auch „das positive Bild unseres Vereins insgesamt würde in Gefahr geraten, wenn sich herausstellen würde, dass sich unter den Teilnehmern auch Braunschweiger Fans befinden“, schreibt die Fanbetreuung.

Bundesligist Hannover 96 – dessen Fanszene Eintracht Braunschweig in traditioneller Abneigung verbunden ist – distanzierte sich ebenfalls von der HoGeSa-Demo. Stattdessen haben der Verein und Fangruppen zu einer Mahnwache auf dem Stadionvorplatz aufgerufen. Ultras und Hooligans von Hannover kündigten zwar ihr Fernbleiben bei den Gegenveranstaltungen an, hatten sich zuvor aber auch deutlich gegen die Kundgebung ausgesprochen: „Allein die Tatsache, dass Personen mit vermeintlichem Fußballbezug ungefragt eine Demonstration in unserer Stadt anmelden, fassen wir als respektlose Provokation auf“, ließen sie in einem gemeinsamen Statement wissen.

18 Gegendemonstrationen angekündigt

Das Verwaltungsgericht Hannover hatte die geplante Anti-Islamismus-Demonstration in der Landeshauptstadt am Donnerstag unter Auflagen erlaubt. Gründe für ein Verbot lägen nicht vor, teilte das Gericht mit, allerdings dürfen die Demonstranten nicht durch die Stadt ziehen, sondern sich nur an einer Stelle versammeln.

Die Polizei hatte die Demonstration zunächst verboten, weil sie Krawalle befürchtete. Bei einer ähnlichen Veranstaltung in Köln hatten vor Kurzem rund 4500 Hooligans und Rechtsextreme die Polizei angegriffen. Es kam zu heftigen Auseinandersetzungen, 49 Polizisten wurden dabei verletzt.

Die Gruppe Hooligans gegen Salafisten steht auch als Initiator hinter der Demo in Hannover. Die Organisatoren hatten sich gegen das Verbot in Hannover vor Gericht gewehrt. Die Polizei in Hannover rechnet mit rund 5000 Teilnehmern, bislang sind 18 Gegendemonstrationen angekündigt.

psk

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