Archiv für November 2013

Nazis des Aktionsbündnis 38 suchen weiter die Nähe zur Fanszene von Eintracht Braunschweig

Seit geraumer Zeit fällt insbesondere das Aktionsbündnis 38 in und um die Region Braunschweig durch die Teilnahme an Aktivitäten der extremen Rechten auf. Dies äußerte sich in der Vergangenheit durch die Organisation von rechten Aufmärschen, Besuche von Kundgebungen (u.a. der NPD), das flächendeckende Verbreiten von Propagandamaterialien, das Stören antifaschistischer Veranstaltungen und auch durch Übergriffe auf Andersdenkende. So geschehen beispielsweise am 29. Juni 2013, als Nazis des Aktionsbündnis 38 Jagd auf einen Anwohner im Westlichen Ringgebiet in Braunschweig machten.

Das Aktionsbündnis 38 ist ein Zusammenschluss mehrerer neonazistischer Kleingruppen aus der Region. Diesem gehören u.a. die Nazis der Freie Kräfte Wolfenbüttel, die Aktionsgruppe Gifhorn, die BfZ Wolfsburg, Nazis der aufgelösten Burschenschaft Thormania (Braunschweig), vereinzelte Mitglieder der rechten Partei NPD und die Aktionsgruppe 38 (Braunschweig), welche im Wesentlichen für die Aktivitäten in Braunschweig verantwortlich ist, an. Sie treten bei überregionalen Naziaufmärschen mit einem Transparent auf, auf dem sie sich als Freie Kräfte Niedersachsen Ost bezeichnen. Zudem betätigen sich einige dieser Nazis seit kurzem in dem neu gegründeten Kreisverband Braunschweiger Land der rassistischen Partei Die Rechte.

Darüber hinaus sind einzelne Mitglieder des Aktionsbündnisses 38 – insbesondere der Aktionsgruppe 38 aus Braunschweig – regelmäßig im Eintracht-Stadion anzutreffen, und suchen offenbar gezielt die Nähe zur aktiven Braunschweiger Fanszene im Eintracht-Stadion.
Über diese Versuche wollen wir hier informieren.

Es reicht! Keine Eintracht mit Felix Hauschild!

Da wäre zum einen Felix Hauschild aus dem Siegfriedviertel in Braunschweig, welcher neben seiner regelmäßigen Anwesenheit bei Heim- und Auswärtsspielen von Eintracht Braunschweig, ebenfalls den Nazis der Aktionsgruppe 38 angehört und fest in den extrem rechten Strukturen verankert ist.
Felix Hauschild beteiligte sich bereits an mehreren Naziaufmärschen und Kundgebungen.
So trug er beispielsweise am 1. Juni 2013 beim jährlich stattfindenden rassistischen Aufmarsch „Tag der deutschen Zukunft“ das Transparent Freie Kräfte Niedersachsen Ost durch Wolfsburg.(1) Knapp 600 Nazis erschienen zu diesem Aufmarsch, welcher seit mehreren Jahren von der Initiative Zukunft statt Überfremdung organisiert wird. Auf der Demonstration wurden durch Parolen und diverse Redebeiträge u.a. nationalistische, rassistische, antisemitische, sowie demokratiefeindliche Inhalte propagiert.

Beteiligt war Hauschild ebenfalls am 18. Juli 2013 an der Kundgebung der Aktionsgruppe 38 auf dem Welfenplatz in der Braunschweiger Südstadt.(2) Ursprünglich sollte diese im Westlichen Ringgebiet stattfinden. Nachdem die Kundgebung dort verboten wurde, wollten die Nazis auf dem Europaplatz demonstrieren, welcher jedoch kurzerhand von über 600 Antifaschist*innen besetzt wurde.
Auch am 29. Juli 2013 nahm Hauschild an einer Kundgebung des NPD-Unterbezirk Gifhorn-Wolfsburg in der Stadt Wolfsburg teil. Beide Versammlungen richteten sich gegen antifaschistisches Engagement.

Am 23. Juni 2013 spazierte Hauschild gemeinsam mit anderen Nazis durch den Stadtteil Westliches Ringgebiet in Braunschweig, verklebte rechte Propaganda und suchte dort offenbar gemeinsam mit seinen Kameraden die gewalttätige Auseinandersetzung mit antifaschistischen und „alternativ aussehenden“ Personen. Menschen, welche nicht in das reaktionäre Weltbild der Nazis passen.

Hauschild ist bekennender Eintracht-Fan und trägt dies u.a. durch eine Tätowierung auf dem Unterarm (Eintracht-Wappen) öffentlich zur Schau. So zum Beispiel beim Naziaufmarsch am 3. August 2013 im niedersächsischen Bad Nenndorf(3), oder auch beim Posieren vor dem zuvor von ihm gesprühten Anti-Antifa-Graffito an der Braunschweiger Markthalle Anfang Juni 2013.(4) Bei seinen Schmierereien benutzt Felix Hauschild das Kürzel FK WF, welches die Initialen der Freien Kräfte Wolfenbüttel sind. Mittlerweile ist ein weiteres Anti-Antifa-Graffito in unmittelbarer Nähe seines Wohnortes an einer Hauswand im Siegfriedviertel aufgetaucht.

Dass Hauschild keine Trennung zwischen seinen Aktivitäten in der Aktionsgruppe und denen als Fan im Eintracht-Stadion macht, zeigte sich bereits am 23. März 2013, als er im Umfeld des antifaschistischen Aktionstages und Hallenfußballturniers „Keine Eintracht mit Nazis“ in der Braunschweiger IGS Franzsches Feld gemeinsam mit etwa 15 teils vermummten Personen Jagd auf Besucher*innen der Veranstaltung machte.(5)

Felix Hauschild war bis zu diesem Zeitpunkt Mitglied in der Ultrafangruppe Daltons Braunschweig. Die Daltons waren u.a. in die Kritik geraten, als sie sich im Oktober 2012 an Ausschreitungen rechter Hooligans in Braunschweig beteiligten.(6) Bereits in der Broschüre Kurvenlage wies die Initiative gegen rechte (Hooligan-)Strukturen auf vereinzelte rechte Aktivitäten bei den Daltons Braunschweig hin.(7)

Nachdem Felix Hauschild in einem Rechercheartikel im Nachgang des Naziaufmarsches in Wolfsburg öffentlich in Verbindung mit den Daltons Braunschweig gerückt wurde(8), distanzierten sich die Daltons auf der Internetseite der Fan-Presse Braunschweig von ihm.(9) Die Fangruppe wies darauf hin, sie hätten Hauschild bereits nach der namentlichen Nennung ihrer Gruppe im Zusammenhang mit dem Übergriff am Rande des Antifaschistischen Fußballturniers am 23. März 2013 aus der Gruppe geworfen.
Sie gaben in ihrer Mitteilung u.a. an: „Von seiner politischen Einstellung hatten wir zuvor keinerlei Kenntnis. Ebenso wenig zeigte er rechts offene Tendenzen oder fiel durch Aussagen in diese Richtung auf.“(ebd.) Es verwundert, dass die Daltons trotz ihrer angeblichen Unwissenheit über die rechten Aktivitäten von Felix Hauschild, unmittelbare Schlüsse auf ihn als Angreifer ziehen konnten. Zumal sich die Initiative gegen rechte (Hooligan-)Strukturen in ihrer Pressemitteilung vorerst dazu entschlossen hatte, lediglich auf die Fanclubmitgliedschaft eines der Angreifer bei den Daltons hinzuweisen, um somit Felix Hauschild die Möglichkeit zu geben, sich wieder aus der Naziszene zu entfernen.

Seine rechte Gesinnung muss den Mitgliedern der Ultrafangruppe also vorher bekannt gewesen sein. Seinen Bekannten wird bereits vor 2013 seine Entwicklung hin zum Neonazi durch T-Shirt-Motive aufgefallen sein, die er bei gemeinsamen Feiern trug. Außerdem zeigte er öffentlich im Internet auf der Online-Plattform Facebook sein Interesse an einschlägigen Naziseiten und Rechtsrockmusik.

Dennoch bleibt anzumerken: Es ist ein begrüßenswerter Schritt der Ultrafangruppe Daltons, sich öffentlich aktiv gegen Nazis in den eigenen Reihen zu stellen. Es gilt dennoch die nächste Zeit abzuwarten, wie sich die Daltons zu rechten Aktivitäten einzelner Personen in ihrem Umfeld verhalten werden. Gemeinsame Party-Erlebnisse als „Alkoholocaust“ im Internet zu feiern, zeugt eher von einem unreflektierten Verhältnis zur deutschen Geschichte bzw. der Shoa, und weist noch erheblichen Nachholbedarf im Geschichtsunterricht auf.

Felix Hauschild sucht trotz seines Rauswurfs bei den Daltons Braunschweig nach wie vor die Nähe zur aktiven Fanszene von Eintracht Braunschweig und ist weiterhin bei Spielen des BTSV anwesend. Gleichzeitig besucht er so gut wie jede Veranstaltung von Nazis in der Region und zeigt auch dort die Verbindung zum Verein durch sein tätowiertes Eintracht-Wappen.

Weitere Personen mit Überschneidungen zum Aktionsbündnis 38 im Eintracht-Stadion

In der Ultra- und Hooliganszene von Eintracht Braunschweig gibt es weitere Personen, die die Überschneidung in die regionale Naziszene um Aktionsgruppe 38 und Aktionsbündnis 38 erkennbar werden lassen.

Im April 2013 erschien auf dem Internet-Blog Recherche38.info ein Artikel über die Freien Kräfte Wolfenbüttel (FK WF).(10) In dem Online-Bericht werden Simon „Potzi“ Pocinosznow aus der Ortschaft Dettum im Landkreis Wolfenbüttel und der Wolfenbütteler Jeffrey „Jeffo“ Homann genannt: „Ein Graffiti mit einer Fahne in den Farben des “Deutschen Reiches”, selbst gemachte Aufkleber im Stencil-Stil, die vor einem “Volkstod” warnen und auf denen Kürzel wie “NS” und “FK WF” zu lesen sind und Aufkleber, die z.B. zum “Tag der deutschen Zukunft”, einem alljährlichen Aufmarsch der norddeutschen Neonazis, der in diesem Jahr in Wolfsburg stattfinden soll, aufrufen – Seit einigen Monaten tritt in Wolfenbüttel eine neue neonazistische Gruppierung in Erscheinung, die sogenannten “Freien Kräfte Wolfenbüttel” (FK WF). Hinter dieser Gruppierung, die Teil des regionalen Zusammenschlusses “Aktionsbündnis 38″ und der “Freien Kräfte Niedersachsen Ost” ist, stehen 3-4 Personen, die teilweise der Ultraszene aus der Südkurve von Eintracht Braunschweig angehören und seit einiger Zeit insbesondere mit den Neonazis aus der “Aktionsgruppe 38″ in Verbindung stehen. Dazu gehört zum Beispiel Simon Pocinosznow und Jeffrey Homann. Auch der Bassist der aufgelösten Wolfenbütteler Band “Freigänger” bewegt sich in diesem Umfeld.
Neben dem Verbreiten von Nazipropaganda fallen die beiden Eintracht-Fans dadurch auf, dass sie enge Bekannte von Felix Hauschild sind (11), und mit ihm Heim- und Auswärtsspiele des BTSV besuchen. Dies taten sie unter anderem gemeinsam mit anderen Mitgliedern der Daltons Braunschweig.

Simon „Potzi“ Pocinosznow war zudem einer von 30 Teilnehmer*innen der Nazikundgebung auf dem Welfenplatz am 18. Juli 2013 in der Braunschweiger Südstadt.(12) Weiter kann Pocinosznow zusammen mit Hauschild als Urheber der Nazi-Graffiti an der Braunschweiger Markthalle Anfang Juni 2013 bezeichnet werden. Er hält, wie auf einem Gruppenfoto mit Aktionsbündnis-Mitgliedern vor dem Graffito im Internet zusehen ist, eine der eingesetzten Farbdosen.(13) Aus seiner Abneigung gegen antifaschistisches Engagement macht Pocinosznow kein Geheimnis, so präsentiert er sich bei Facebook mit dem T-Shirt-Aufdruck „Fuck Antifa“.(14)

Ebenfalls aktiv im Internet bei Facebook ist Jeffrey „Jeffo“ Homann. Neben dem „liken“ von NPD-Veranstaltungen und rassistischen Inhalten, beschäftigt er sich auch mit der sich antifaschistisch positionierenden Gruppe Ultras Braunschweig (UB) und verbreitet Grafiken mit eindeutigen Inhalten gegen diese. Eines seiner Bilder zeigt ein zerschlagenes UB-Logo mit zusätzlicher Frakturschrift in den Worten „Endlösung Braunschweig“.(15) (Mit „Endlösung“ wurde während der NS-Zeit der Versuch zur kompletten Vernichtung des Judentums beschrieben.) Seine Kameraden Hauschild und Pocinosznow nutzten die Grafik ebenfalls über Monate im Internet.

Aktionsbündnis 38: auch mit Verbindungen zur rechten Hooligangruppe Alte Kameraden Braunschweig

Die an Spieltagen geöffnete Kneipe Eintracht Spektrum – die Spieltagskneipe in der Braunschweiger Rheingoldstraße ist ein Fanszene-Treffpunkt in unmittelbarer Stadionnähe. Auch hier halten sich Personen auf, die zu den festen Nazistrukturen der Region gehören. Das Eintracht Spektrum wird von Mitgliedern der rechten Hooligangruppe Alte Kameraden Braunschweig (AK) betrieben. Hier mischt sich an Spieltagen das Klientel rechter Hooligans und gemäßigter Eintracht-Fans.(16)

Als Beispiel sollen drei der aktiven Nazis, die des Öfteren im Eintracht Spektrum willkommene Gäste sind, kurz benannt werden:
Zum einen wäre da Johannes „Böhnchen“ Welge, ein Mitinitiator der Aktionsgruppe 38 in Braunschweig.(17) Welge nahm im Jahr 2013 bereits an mehreren Naziaufmärschen teil, u.a. in Magdeburg, Wolfsburg(18), Dortmund und Dessau. Welge und Oliver Malina sind häufige Gäste im Eintracht Spektrum. Hier hielten sie sich zum Beispiel gemeinsam beim Heimspiel gegen den 1. FC Köln im August 2012 auf.(19)

Oliver Malina gehört zum engen Umfeld der rechten Hooligangruppe Alte Kameraden Braunschweig. Er veranstaltet eines der größten Rechtsrockkonzerte in Deutschland.(20) Das Antifaschistische Plenum in Braunschweig schreibt: „Am 25. Mai (2013, A.d.R.) besuchte Welge das Rechtsrockevent „Skinhead Party“ in Nienhagen, das von Oliver Malina, einem der bedeutendsten Konzertveranstalter der Naziszene, organisiert wurde.“(21) Neben seiner Betätigung bei der Blood & Honour-Nachfolgeorganisation Honour & Pride nahm Malina im Jahr 2013 beim Naziaufmarsch in Magdeburg in Reihen der Aktionsgruppe 38 teil.

Eine weitere Person der rechtsextremen Organisation Honour & Pride, die im Eintracht Spektrum regelmäßig zu Gast ist, ist Konny Nordmeyer aus der Stadt Peine.(22)(23) Nach derzeitigen Informationen kann Nordmeyer zum erweiterten Kreis der Alten Kameraden gezählt werden. So hat er bereits bei Gruppenfahrten der AK, beispielsweise zum Spiel Carl Zeiss Jena gegen Eintracht Braunschweig, teilgenommen. Nordmeyer war ebenfalls bei Oliver Malinas „Skinhead Party“ 2013 in Nienhagen anwesend, und spielte persönlich bei Malinas früheren Konzerten als Gitarrist seiner Rechtsrockband Donnerhall aus Peine.(24)

Bei der im Jahr 2012 ausgerichteten „Skinhead Party“ (u.a. mit den Nazibands Faustrecht und Endstufe aus Bremen) von Oliver Malina nahmen mindestens drei weitere Personen aus den rechten Teilen der Eintracht-Fanszene teil. Einer dieser Männer gehört zudem der rechten Hooligangruppe Alte Kameraden an.

Stillschweigende Akzeptanz auch für Nazis aus anderen Städten

Zwischen den beiden Fanszenen von Eintracht Braunschweig und dem 1. FC Magdeburg besteht seit mehreren Jahren eine Freundschaft. Das gegenseitige Besuchen von Spielen des jeweiligen Vereins ist an der Tagesordnung.

Der Magdeburger Christopher Pahlke pflegt diese Freundschaft ebenfalls und besucht in unregelmäßigen Abständen seine Bekannten in Braunschweig und die Spiele der Eintracht.(25) Bis vor wenigen Monaten führte er eine Beziehung mit einer Person aus der aktiven Braunschweiger Fanszene. Ebenso nimmt er an Fanturnieren in Braunschweig teil, wie am 5. Januar 2013 in der Sporthalle des Lessing Gymnasiums in einem Team aus Magdeburg.(26)

Neben seiner Fan- und Hooligantätigkeit beim 1. FC Magdeburg unterstützte Christopher Pahlke die extrem rechte Partei NPD bei ihrem Bundestags-Wahlkampf 2013. Pahlke war dort als Teil des NPD-Ordnungsdienstes auf deren Deutschlandtour aktiv, und reiste mit der rechten Partei durch mehrere Orte in Deutschland, wo NPD-Bundesvorsitzender – und Eintracht-Fan mit Betretungsverbot für das Eintracht-Stadion – Holger Apfel versuchte seine diskriminierenden Reden zu schwingen. Pahlke war u.a. in den Städten Dortmund, Bremen, Osnabrück, Oldenburg, Bochum(27) als „Beschützer“ der NPD-Parteikader unterwegs.

Ähnlich wie „Subkulturelle“ Veranstaltungen, beispielsweise Rechtsrockkonzerte oder regelmäßige sogenannte „Nationale Fußballturniere“ (von der NPD und/oder Freien Kräften), tragen auch Freundschaften und Kontakte zwischen rechten Hooligans verschiedener Fußballvereine (in diesem Falle zwischen Magdeburg und Braunschweig) zur überregionalen Vernetzung von Neonazis bei.

Auch in Zukunft: Keine Eintracht mit Nazis!

Seit der Veröffentlichung der Broschüre Kurvenlage im Oktober 2012 hat sich einiges getan, was zum einen die Auflösung der rechten Hooligangruppe Kategorie Braunschweig (KBS) oder das Stadionverbot für Eintracht-Fan und NPD-Bundesvorsitzenden Holger Apfel zeigt. Zwar drängen die ehemaligen Mitglieder von KBS vereinzelt zurück in die rechte Hooligangruppe Fette Schweine/Hungerhaken Braunschweig (FS/HH) (28), welche KBS ideologisch in nichts nach stehen, dennoch konnte vorerst – nicht zuletzt aber auch aufgrund von Stadionverboten – einer der Zusammenschlüsse rechter Hooligans aus dem Eintracht-Stadion verdrängt werden.

Nun gilt es seitens der Braunschweiger Fanszene die Anbiederungsversuche von Mitgliedern des Aktionsbündnis 38 bzw. der Aktionsgruppe 38 zu unterbinden und anderen Nazis ebenfalls zu zeigen, dass diese keinen Platz im Eintracht-Stadion haben. Mit dem Präsentieren von Eintracht-Emblemen auf Naziaufmärschen rücken Mitglieder des Aktionsbündnisses das Ansehen der Braunschweiger Fanszene und des Vereins Eintracht Braunschweig bewusst in ein rechtes Licht. Diese Vereinnahmung und auch ihre Präsenz im Eintracht-Stadion darf nicht länger hingenommen werden.

Nazis raus aus dem Eintracht-Stadion!

Initiative gegen rechte (Hooligan-)Strukturen

Verzeichnis und Bilder:

(1)

Felix Hauschild (3.v.r.) beim Tragen des Freie Kräfte Niedersachsen Ost-Transparentes am 1. Juni 2013 beim Naziaufmarsch in Wolfsburg (Fotoquelle: Linkes Fotoalbum, http://lfa.blogsport.de)

(2) Recherche38.info, 18. Juli 2013, Braunschweig: Wo waren sie nun die Neonazis?, http://www.recherche38.info/2013/07/18/braunschweig-wo-waren-sie-nun-die-neonazis/

(3)

Felix Hauschild (2.v.r.) mit Eintracht-Tätowierung beim Naziaufmarsch am 3. August 2013 in Bad Nenndorf (Fotoquelle: Linkes Fotoalbum)

(4)

An seiner Tätowierung zu erkennen: Hauschild vor dem Anti-Antifa-Graffito an der Braunschweiger Markthalle Anfang Juni 2013 (Fotoquelle: Facebook)

(5) Initiative gegen rechte (Hooligan-)Strukturen, 9. April 2013, Angriff auf Besucher*innen auf dem Weg zum antirassistischen Fußballturnier in Braunschweig, http://nonazisbs.blogsport.de/2013/04/09/gut-besuchter-zweiter-aktionstag/

(6) Braunschweiger Zeitung online, 08. Oktober 2012 – 20:47 Uhr, Konflikt unter Eintracht-Fans nach Bericht im Internet, http://www.braunschweiger-zeitung.de/lokales/Braunschweig/konflikt-unter-eintracht-fans-nach-bericht-im-internet-id775840.html

(7) Siehe auch Broschüre Kurvenlage, Seite 37, http://nonazisbs.blogsport.de/kurvenlage/

(8) linksunten.indymedia.org, 2. August 2013, Hauschild Felix, Braunschweig. Tritt als Teil der „Freien Kräfte Wolfenbüttel“ auf. Mitglied des Fußballfanclub „Daltons Braunschweig“. Urheber der rechten Graffitis u.a. an der Martkhalle und an der Bridge in Braunschweig., https://linksunten.indymedia.org/en/node/91817

(9) Fan-Presse Braunschweig, 7. August 2013, Stellungnahme der Daltons Braunschweig zum linksunten.indymedia-Artikel vom 02.08.2013 über Felix Hauschild, http://www.fanpresse.de/?p=4418

(10) Recherche38.info, 12. April 2013, Wolfenbüttel: Rechte Propaganda mit Graffitis und Stencils, http://www.recherche38.info/2013/04/12/wolfenbuttel-rechte-propaganda-mit-graffitis-und-stencils/

(11)

Gruppenfoto: (v.l.n.r.) Pocinosznow, Hauschild, Homann (Fotoquelle: Facebook)

(12) siehe (2)

(13)

Gruppenfoto: Aktionsbündnis 38 an der Markthalle mit Pocinosznow (5.v.l.) (Fotoquelle: Facebook)

(14)

Pocinosznow mit „Fuck Antifa“-T-Shirt-Aufdruck (Fotoquelle: Facebook)

(15)

Internet Grafik auf dem Facebook-Profil von Homann: „Endlösung Braunschweig“ mit zerschlagenem UB-Logo (Fotoquelle: Facebook)

(16) Siehe auch Broschüre Kurvenlage, Seite 22, http://nonazisbs.blogsport.de/kurvenlage/

(17) Antifaschistisches Café, 21. Juni 2013, Achtung Nazi: Johannes Welge UPDATE, http://antifacafebraunschweig.blogsport.eu/2013/06/21/update-achtung-nazi-johannes-welge/

(18)

Aktionsbündnis 38 mit Johannes „Böhnchen“ Welge (in der Mitte mit Sonnenbrille) am 1. Juni 2013 beim Naziaufmarsch in Wolfsburg (Fotoquelle: Linkes Fotoalbum)

(19)

Welge (in der Mitte mit Zigarette) und Malina (orangenes T-Shirt) beim Heimspiel gegen den 1. FC Köln im August 2012 am Eintracht-Spektrum (Fotoquelle: Eintracht-Spektrum)

(20)

Anreise zum „Skinhead-Konzert“ in Nienhagen mit Organisator Oliver Malina (rechts im Bild mit Honour & Pride-T-Shirt) (Fotoquelle: Endstation Rechts, 28. Mai 2013, Braunes Musik-Event in Folge, http://www.endstation-rechts.de/index.php?option=com_k2&view=item&id=8281:braunes-musik-event-in-folge&Itemid=405 )

(21) siehe (17)

(22)

Konny Nordmeyer in der Kneipe Eintracht-Spektrum beim Heimspiel gegen den FC Sankt Pauli (Fotoquelle: Eintracht-Spektrum)

(23)

Konny Nordmeyer vor der Kneipe Eintracht-Spektrum mit Mitgliedern der AK (Fotoquelle: Facebook)

(24)

Bandauftritt von Nordmeyer (2.v.r.) vor einem Honour & Pride Niedersachsen-Banner. Mit im Bild: Oliver Malina (3.v.r.) und Dennis Kiebitz (4.v.r.) (Fotoquelle: Archiv)
Weitere Infos zu Dennis Kiebitz siehe auch: http://www.recherche38.info/tag/dennis-kiebitz/

(25)

Christopher Pahlke bei einem Eintracht Heimspiel auf dem Stadiongelände (Fotoquelle: Facebook)

(26)

Christopher Pahlke beim Braunschweiger Fanturnier im Januar 2013 in der Sporthalle des Lessing Gymnasiums (Fotoquelle: Facebook)

(27)

Pahlke als Teil des NPD-Ordnungsdienstes in Bochum 2013 (Fotoquelle: Linkes Fotoalbum)

(28) Die rechte Hooligangruppe Fette Schweine/Hungerhaken Braunschweig diente zuvor als Rekrutierungsgruppe für Kategorie Braunschweig.