Apfels Opfer-Rhetorik

„Deutschlands politischer Führer jammert wie ein Demokrat“

Nachdem Bundesliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig dem NPD-Vorsitzenden Holger Apfel ein Stadionverbot erteilt hat, schimpft dieser in einer öffentlichen Stellungnahme herum, versucht sich als Opfer darzustellen und bei Fangruppierungen anzubiedern. Doch sonderlich viel Unterstützung bekommt er nicht. Im Gegenteil: teilweise erntet er offenen Hohn und Spott aus der rechtsextremen Szene.

Von Joachim Wolf

„Sport frei? – Nicht in dieser Antifa-Republik! “ – unter diesem Titel veröffentlichte Holger Apfel in der vergangenen Woche eine Stellungnahme zum Stadionverbot gegen ihn. Darin beklagt der NPD-Vorsitzende, Opfer einer „Kampagne linker Tugendwächter“ und einer „Gesinnungszensur“ geworden zu sein. Und weiter heißt es in dem Text: „Ganz offensichtlich darf man in der heutigen Bundesrepublik linksradikaler Barrikadenbauer und Steinwerfer, ausländischer Sozialschmarotzer, Kinderschänder, Sexualstraftäter oder sonst was für ein Schwerstkrimineller sein, nur für Deutsche, die sich zu Volk und Heimat bekennen, denken sich linke < > immer wieder neue Formen der gesellschaftlichen Ausgrenzung aus. Die Gesinnungsjagd nimmt immer groteskere Ausmaße an.“

Anbiederungsversuche bei den organisierten Fußballfans

Dass sich Rechtsextremisten als unschuldige Opfer einer angeblichen „Gesinnungszensur“ darzustellen versuchen, ist dabei Teil ihrer Strategie. Ebenso, wie der Versuch, sich bei den Fußballfans und bei der organisierten Fanszene anzubiedern. […]

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