Die Vorträge am Aktionstag:

Samstag, 23. März 2013
IGS Franzsches Feld, Grünewaldstraße 12, Braunschweig

Wege zu einem besseren Fußball – Das Beispiel AntiDiskriminierungs-AG bei Werder Bremen

Zeit: 13:00 – 14:00 Uhr

Die AntiDiskriminierungs-AG des SV Werder Bremen ist ein Zusammenschluss aus verschiedenen Fans & Ultras und wird durch das Fanprojekt unterstützt. Sie hat sich als Ziel gesetzt im Stadion antidiskriminierende Arbeit zu leisten. Für diese Arbeit gewann die Bremer Fanszene bereits 2008 den Julius-Hirsch-Preis.
In dem Vortrag werden die Referent_innen über die Zusammensetzung der AG, deren Konzepte und ihre Praxis berichten, sowie die Chancen und Grenzen ihrer Arbeit erläutern.
Im Anschluss wird es Raum für Diskussionen geben, eine der Fragestellungen wird hierbei sein: „Ist eine solche Arbeitsgruppe bei Eintracht Braunschweig ebenfalls möglich?“

Rechte Gewalt beim Fußball am Beispiel von Alemannia Aachen

Zeit: 16:00 – 17:00 Uhr

„Fanforscher Gerd Dembowski steht am Rand des Blocks und spricht von „einem schwarzen Tag für die demokratischen Verhältnisse“. Martin Endemann vom „Bündnis Aktiver Fußball-Fans“ (BAFF) wählt ähnliche Worte. Am Beispiel Aachen könne man gut sehen, was passiert, wenn einer Gruppe, die sich offen gegen rechts positioniert, niemand zur Hilfe kommt. „Sie geben auf, und das kann ich gut verstehen“, sagt Endemann, der kritisch in die Zukunft blickt: „Hier wird ein erschreckendes Signal gesendet: Es lohnt sich, andere Fans zu bedrohen, zu jagen und zu verprügeln.“ (Spiegel Online, 13.01.2013)

Als am Samstag den 12. Januar 2013 die Gruppe Aachen Ultras ihr letztes Spiel besuchte, war dies ein Zeichen von Resignation, in der Auseinandersetzung mit den rechten Hooligans rund um Alemannia Aachen. In dem Vortrag soll sich der Frage gewidmet werden, wie es überhaupt soweit kommen konnte, dass über einen solch langen Zeitraum rechte Hooligans ungestört eine derartige Dominanz in der Fanszene etablieren konnten. In den letzten Jahren kam es immer wieder zu rechten Übergriffen und doch wurde weder von Seiten des Vereins, noch der Stadt oder der staatlichen Organe interveniert. Welche Fehler wurden dort begangen und wie ist es zu vermeiden, dass es in anderen Städten vergleichbare Entwicklungen gibt?