Vortrag und Diskussion – Diskriminierung im Fußballsport

Am Dienstag den 12. Juni 2012 um 18:30 findet die Veranstaltung „Diskriminierung im Fussballsport“ im Rahmen des „festival contre le racisme“ statt. Diese wird auch von der Initiative mitgestaltet.

Hier der Aufruf des Astas der TU – Braunschweig:

>>Ey, Mädels, unser Schwarzer hat den Längsten!< < (Lothar Matthäus)

Ob durch Spieler, Fans oder Trainer - immer wieder kommt es im modernen Männerfußball zu mannigfaltiger Diskriminierung. Seien es antisemitische Sprechchöre, die die gegnerische Mannschaft gedanklich nach Auschwitz deportieren, rassistische Ausschreitungen auf den Rängen oder homophobe Sprüche auf dem Spielfeld, im Fußballsport findet Diskriminierung (s)eine Bühne.
In der Veranstaltung soll sich der Frage gewidmet werden, warum gerade im Fußball gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit scheinbar zur Alltäglichkeit gehört, warum sich in der Masse von Fans eine Stimmung entwickeln kann, in der jede Hemmung des Alltag abgeschüttelt wird und was dass alles mit der Geschichte und den gesellschaftlichen Impliakationen des Rasenballsportes zu tun hat.
Nach einer theoretischen Einführung, soll ein Überblick über die regionale Fussballwelt gegeben werden: Wo gibt es diskriminierende Strukturen und Ansätze für einen diskriminungsfreien Fussballsport. Im Anschluß wollen wir die Fragen diskutieren: Welche Möglichkeiten haben Fans und Verantwortliche in Verbänden und Vereine für einen weltoffenen und demokratischen Sport?

Referenten: Thadeus Mainka, Soziologe und Lehrbeauftragter an der TU Braunschweig und ein Vertreter der Initiative gegen rechte (Hooligan)Strukturen

Das Ganze findet im Altgebäude der TU (Pockelsstraße 14, Braunschweig) im Raum SN 19.3 statt.